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Da erschrak Elli, als die Krankenschwester ihr das Kind zeigte. Es war so dunkel.
„ Hast du denn gedacht, dass ich weiß würde?“ fragte Fasia ihre Mutter...

Sie war das schwarze, "nicht-arische" Kind einer Hamburgerin und des Generalkonsuls von Liberia, Momolu Massaquoi und fand ihren Weg als Liedermacherin und Sängerin.
Die Biografie von Fasia Jansen, 1929 - 1997, ist eine Erzählung von großen, lebenslangen Freundschaften. Es ist auch ein Buch über die Geschichte unseres Landes.



„Sie war vielleicht die authentischste Sängerin von uns allen“
Hannes Wader

„Du konntest und hattest wirklich den Blues“
Franz-Josef Degenhardt

„Fasia hat um ihr Leben gesungen - dafür hat das Publikum sie geliebt“
Erika Runge

„Sie hat uns dazu gebracht, dass wir Dinge taten, die wir uns vorher nie zugetraut hatten“
Hoesch-Frauen-Initiative

„Meine Lieder waren und sind für mich ein Mittel, mich am Leben zu halten und meine Würde als Frau, als schwarze Frau, zu behaupten.“
Fasia





Fasia wollte ein Buch über ihr Leben machen. Dafür hat sie Material gesammelt, ist ihren Erinnerungen nachgegangen, hat die Familie befragt und Tagebücher geschrieben. Sie wollte sich in der Zeit erkennen, die sie durchlebt hat und das auch mitteilen. Es waren dramatische Zeiten voller Wechsel. Ihr Leben ist wie ein Geschichtsbuch über NS-Zeit, Rassismus in Deutschland, über die wenig bekannte frühe Bundesrepublik Deutschland, über alle Jahrzehnte bis in die neunziger Jahre, über die Linke, die Bürgerbewegungen, soziale Kämpfe, Widerstandskultur. Sie ist aus der Hamburger Hafengegend, in der sie aufwuchs, ins Ruhrgebiet gekommen, hier geblieben und als Sängerin bekannt geworden. Fasia hat in allen Situationen eine aktive, eingreifende Haltung gesucht. Sie hat sich nicht geschont, und doch – oder war es gerade deshalb? – war sie immer so vergnügt und optimistisch, dass wir ihre Ausstrahlung bis heute spüren. Nun sind wir es, die das Buch über sie machen. Wie viele Notizen, Tonbänder, Hefte, Entwürfe sie hinterlassen hat! Es sind hunderte Anfänge, Episoden und Reflexionen. Sie hat verschiedene literarische Formen erprobt. Wir wussten von ihrem Schreiben und Sammeln, aber den Umfang begriffen wir erst, als wir nach ihrem Tod die Fasia-Jansen-Stiftung e.V. gründeten, ihre Papiere und Bänder sichteten und mit Hilfe der Stadt Oberhausen anfingen, sie abschreiben zu lassen.

Ein Jahr der Arbeit am Buch ist herum. Es war ein Jahr für unser schmerzhaftes und beglückendes Erinnern. Wir haben Fotos immer wieder betrachtet und ausgewählt, über Daten gestritten, innere Bilder heraufgeholt, in Marina Achenbach eine Autorin gewonnen, die Fasia kannte und einen Faden fand, um aus den Mengen an Material und aus unseren wuchernden Erinnerungen einen Text zu machen. Verschiedene Sprachebenen und ihre einfallsreiche Spurensuche führten zu überraschenden Entdeckungen. Wie wir alle zusammen arbeiteten, war ganz in Fasias Sinn. Sie hätte gelacht und Ja dazu gesagt und sicher noch einiges mehr - wir hören sie und hoffen, dass alle, die das Buch lesen und ansehen, auch hören werden, wie sie zu ihnen spricht. Auf der beiliegenden CD ist Fasias Stimme, sind ihre Lieder festgehalten.



Für die Fasia Jansen Stiftung e.V.:
Anneliese Althoff, Martina Franzke, Lore Hagemann, Christel Priemer, Annemarie Stern
Oberhausen im November 2004


Das Buch kann über die FASIA-JANSEN-STIFTUNG e.V. bezogen werden